Herzpatienten und Sommerhitze: Worauf sollten Sie achten?

Viele Menschen freuen sich auf warme Sommertage. Für Herzpatientinnen und Herzpatienten können hohe Temperaturen jedoch eine besondere Belastung darstellen.

Bei Hitze erweitern sich die Blutgefäße, damit der Körper Wärme abgeben kann. Dadurch sinkt häufig der Blutdruck. Gleichzeitig muss das Herz mehr arbeiten, um die Durchblutung aufrechtzuerhalten. Besonders Menschen mit Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck sollten deshalb vorsichtig sein. Hitze kann zu Kreislaufproblemen, Schwindel, Erschöpfung oder Herzrhythmusstörungen führen. (herzstiftung.de)

Unsere Empfehlungen für heiße Sommertage:

  • Ausreichend trinken (sofern vom behandelnden Arzt keine Trinkmengenbegrenzung empfohlen wurde)
  • Alkohol möglichst vermeiden
  • Körperliche Aktivitäten in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen
  • Direkte Mittagssonne meiden
  • Leichte und luftige Kleidung tragen
  • Regelmäßig den Blutdruck kontrollieren
  • Medikamente niemals eigenständig verändern, sondern Rücksprache mit dem Arzt halten (herzstiftung.de)

Wie viel trinken?

Viele Herzpatienten profitieren an heißen Tagen von einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr. Für Menschen mit Herzinsuffizienz gelten jedoch besondere Regeln. Deshalb sollte die individuell richtige Trinkmenge immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. (herzstiftung.de)

Sind Berge und Höhenlagen problematisch?

Gerade in Südtirol verbringen viele Menschen ihre Freizeit gerne in den Bergen. Grundsätzlich sind Wanderungen und Aufenthalte in den Bergen für die meisten stabilen Herzpatienten problemlos möglich.

Medizinische Fachgesellschaften sehen Höhen bis etwa 2.500 Meter über dem Meeresspiegel bei stabilen Herzpatienten in der Regel als gut verträglich an. Oberhalb dieser Grenze nimmt der Sauerstoffgehalt der Luft deutlich ab. Das Herz muss schneller arbeiten, wodurch insbesondere Menschen mit Herzschwäche stärker belastet werden können. (herzstiftung.de)

Besondere Vorsicht ist geboten bei:

  • Höhen über 2.500 Metern
  • schnellen Aufstiegen ohne Gewöhnungsphase
  • anstrengenden Bergtouren
  • bestehenden Herzbeschwerden oder instabilen Erkrankungen

Wer eine anspruchsvolle Bergtour plant, sollte dies vorher mit seinem Kardiologen besprechen.

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