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5 erstaunliche Fakten über unseren Herzmuskel

 

Unser Herz schlägt Tag für Tag, Nacht für Nacht – meistens ohne dass wir darüber nachdenken.

Dabei ist der Herzmuskel ein hochspezialisiertes Organ mit erstaunlichen Fähigkeiten.

 

  1. Die Herzmuskelzellen sind eine Welt für sich
    Herzmuskelzellen, sogenannte Kardiomyozyten, sind hochspezialisierte Zellen. Sie sind nicht einfach nur „Muskelfasern“, sondern verfügen über zahlreiche Mitochondrien und damit über eine enorme Fähigkeit, Energie bereitzustellen.
    Besonders faszinierend: Die Zellen sind über spezielle Verbindungen miteinander gekoppelt. Dadurch können sich elektrische Signale sehr schnell durch den Herzmuskel ausbreiten und das Herz koordiniert schlagen lassen.
    Viele einzelne Zellen – aber eine gemeinsame Bewegung.
  1. Das Herz steuert sich selbst
    Wir müssen unserem Herzen nicht bewusst sagen: „Jetzt schlagen!“
    Das Herz besitzt ein eigenes elektrisches Erregungsbildungssystem. Den Takt gibt normalerweise der Sinusknoten vor. Von dort breitet sich die elektrische Erregung über das Herz aus und sorgt dafür, dass sich Vorhöfe und Kammern in der richtigen Reihenfolge zusammenziehen.
    Das bedeutet allerdings nicht, dass das Herz völlig unabhängig vom Körper arbeitet: Das vegetative Nervensystem und Hormone können die Herzfrequenz an Belastung, Ruhe, Stress oder Schlaf anpassen.
  1. Der Herzmuskel ist ein echtes Arbeitstier
    Unser Herz arbeitet praktisch ohne Pause. Es zieht sich ständig zusammen und entspannt sich wieder, um Blut durch den gesamten Körper zu pumpen.
    Dafür benötigt der Herzmuskel kontinuierlich Sauerstoff und Energie. Besonders beeindruckend ist seine Ausdauer: Anders als ein willkürlich bewegter Muskel können wir unserem Herzen nicht einfach eine Pause gönnen.
    Deshalb verdient dieser Muskel unseren besonderen Schutz.
  1. Der Herzmuskel regeneriert sich nur sehr begrenzt
    Hier ist der Herzmuskel weniger beeindruckend: Wenn Herzmuskelzellen beispielsweise bei einem Herzinfarkt absterben, kann der erwachsene menschliche Herzmuskel den Verlust nur in sehr begrenztem Umfang ausgleichen.
    Es gibt zwar auch im Erwachsenenalter einen gewissen Zellumsatz, dieser ist jedoch sehr gering und nimmt mit dem Alter weiter ab. Deshalb ist es so wichtig, Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglichst zu verhindern beziehungsweise frühzeitig zu behandeln.

 

  1. Tumoren des Herzens sind sehr selten
    Auch dieser Punkt ist bemerkenswert – allerdings sollte man nicht sagen, dass der Herzmuskel grundsätzlich „nicht anfällig für Tumoren“ sei.
    Primäre Tumoren des Herzens sind ausgesprochen selten. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass sich die Herzmuskelzellen im Erwachsenenalter nur sehr wenig teilen.
    Das Herz ist also kein Organ, in dem Tumoren häufig entstehen. Seltene gutartige oder bösartige Herztumoren gibt es dennoch.

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