Weltweit sterben jedes Jahr mehr als neun Millionen Menschen an den Folgen des Bluthochdruckes (auch Hypertonie genannt), an welchem fast die Hälfte der Bevölkerung leidet. Diese Erkrankung verläuft zunächst völlig symptomlos, doch schleichend und unbemerkt greift sie Herz, Gehirn und Nieren an. Der gesamte Körper wird durch den überhöhten Druck in Mitleidenschaft gezogen. Die Hälfte aller Schlaganfälle, jedes zweite Nierenversagen sowie ein Viertel der Herzinfarkte gehen auf sein Konto. Doch es ist eine Hiobsbotschaft, die keine sein müsste, denn hochwirksame und gut verträgliche Medikamente gibt es bereits seit Jahrzehnten.
Was läuft also falsch? Das Problem liegt teils bei den Patienten und, teils bei den Ärzten, denn nur etwa jeder Zweite, der Hochdruck hat, weiß überhaupt davon und von denen, die es wissen, lässt sich bloß die Hälfte behandeln. Bei den Ärzten ist aber auch Nachholbedarf, denn sie wissen, dass nur ein geringer Prozentsatz ihrer Patienten optimal behandelt wird. Es ist deshalb notwendig, dass das Bewusstsein der Bevölkerung für die dramatischen Folgen des Bluthochdruckes weiter geschärft wird, weil diese Erkrankung tödlich sein kann und nur mündige Patienten ihr Verhalten ändern können.

 

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