Gene früh aufspüren: Wenn Cholesterin schon in jungen Jahren zu hoch ist

 

Was wäre, wenn ein junger Mensch bereits mit einem deutlich erhöhten Cholesterinspiegel lebt – ohne es zu wissen?

Nicht jedes erhöhte Cholesterin entsteht durch Ernährung oder Bewegungsmangel. Bei manchen Menschen steckt eine genetische Veranlagung dahinter. Besonders wichtig ist dabei die familiäre Hypercholesterinämie: Sie kann bereits im Kindes- oder Jugendalter zu sehr hohen LDL-Cholesterinwerten führen.

Das Problem: Man spürt einen hohen Cholesterinspiegel normalerweise nicht. Ein Mensch kann sich vollkommen gesund fühlen und trotzdem über viele Jahre erhöhte Werte haben. Dadurch kann sich bereits frühzeitig eine Schädigung der Blutgefäße entwickeln.

Warum ist eine frühe Diagnose so wichtig?

Je länger ein sehr hoher LDL-Cholesterinspiegel besteht, desto länger sind die Gefäße der Belastung ausgesetzt. Wird eine familiäre Form früh erkannt, kann man rechtzeitig gegensteuern und das persönliche Risiko deutlich reduzieren.

Deshalb lohnt es sich, bei familiärer Vorbelastung genauer hinzuschauen:

  • Haben Eltern oder Geschwister sehr hohe Cholesterinwerte?
  • Sind in der Familie Herzinfarkte oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits in relativ jungen Jahren aufgetreten?
  • Wurde bei einem Kind oder Jugendlichen wiederholt ein deutlich erhöhter LDL-Wert festgestellt?

Dann sollte man dies mit der Hausärztin bzw. dem Hausarzt oder einer entsprechenden Fachstelle besprechen.

Unser Tipp: Cholesterin ist kein Thema, mit dem man erst im höheren Alter beginnen sollte, sich zu beschäftigen. Gerade bei familiärer Belastung kann eine frühe Kontrolle helfen, die eigene Gesundheit und auch die Gesundheit der nächsten Generation zu schützen.

 

 

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