Inzwischen wissen wir, dass Personen ab Alter 65 und solche mit bestehenden Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten besonders gefährdet sind. Da sich die Anlässe der Schweizerischen Herzstiftung in erster Linie an solche Personen richten und wir die Teilnehmer nicht unnötigen Risiken aussetzen wollen, verschieben wir die für März und April geplanten Veranstaltungen. Diese Anlässe werden nach Möglichkeit nachgeholt. Weitere Anpassungen sind je nach Verlauf der Situation möglich. Auf unserem Veranstaltungskalender finden Sie die aktuellen Informationen. Gefährdete Personen, insbesondere jene mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten sich unbedingt an die Verhaltensregeln des Bundesamts für Gesundheit halten. Auf unserer Homepage finden Sie eine Zusammenfassung inklusive den Empfehlungen für besonders gefährdete Menschen. Bei gewissen Herzmedikamenten wurden Bedenken geäussert, sie könnten eine bestehende Infektion mit dem Coronavirus verschlimmern. Dazu zählen ACE-Hemmer, Sartane und Mineralcorticoid-Rezeptor-Antagonisten. Sie werden insbesondere bei Bluthochdruck und Diabetes eingesetzt, aber auch bei anderen kardialen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz. Aktuell gibt es keine gesicherten Daten, die diese Bedenken bestätigen. Im Gegenteil gibt es solche, die darauf hindeuten, dass diese Medikamente den Krankheitsverlauf sogar positiv beeinflussen. Die derzeitige Empfehlung der Fachgesellschaft für Kardiologie lautet entsprechend, die Therapie mit diesen Medikamenten unbedingt weiterzuführen. Im Zweifelsfall soll der behandelnde Arzt kontaktiert werden. Die Stellungnahme finden Sie auf unserer Info-Seite.

Wir wünschen Ihnen in dieser ungewissen Zeit alles Gute!
​Freundliche Grüsse, Ihre Schweizerische Herzstiftung

Das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich auch in der Schweiz weiter aus. Das Bundesamt für Gesundheit hat deshalb Verhaltensregeln erlassen, die vor einer Ansteckung schützen können. Personen ab 65 Jahre und solche mit bestehenden Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten zeigen einen ernsteren Krankheitsverlauf. Für sie ist die Einhaltung der Regeln deshalb besonders wichtig.

Kranke und ältere Personen besonders gefährdet
Das Coronavirus tritt in immer mehr Kantonen auf und es ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Angesteckten weiter steigen wird. Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen zum Glück relativ harmlos. Bei Personen ab Alter 65 und solchen mit bereits vorhandener Erkrankung ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, unter Umständen mit tödlichem Ausgang, jedoch deutlich erhöht. Dies trifft insbesondere für Personen mit vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu, aber auch für solche mit Diabetes, Atemwegserkrankungen, Krebs oder solche mit immunsuppressiver Therapie. Nicht bekannt ist, wie gross das Risiko jeweils für die einzelnen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist.

Empfehlungen ernst nehmen
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat inzwischen Massnahmen in die Wege geleitet, um die Ausbreitung zu bremsen. Vom BAG herausgegebene Verhaltensregeln erlauben es zudem jedem Einzelnen, sich und andere zu schützen. Die Schweizerische Herzstiftung empfiehlt insbesondere oben genannten Risikogruppen, sich unbedingt an diese Regeln zu halten.

So kann das Ansteckungsrisiko verringert werden:

  • Waschen Sie die Hände mehrmals täglich gründlich mit Wasser und Seife und/oder nutzen Sie ein Hände-Desinfektionsmittel. 
  • Wenn Sie Husten oder niesen müssen, dann halten Sie sich ein Papiertaschentuch vor Mund und Nase. Entsorgen Sie es danach in einem geschlossenen Abfalleimer, waschen sich die Hände gründlich mit Wasser und Seife und/oder verwenden Sie ein Hände-Desinfektionsmittel.
  • Haben Sie kein Papiertaschentuch, dann husten und niesen Sie in Ihre Armbeuge. 
  • Vermeiden Sie, Hände zu schütteln, verzichten Sie auf Begrüssungsküsse und halten Sie einen gewissen Abstand zum Gesprächspartner. Nase, Mund und Augen besser nicht berühren.
  • Siehe auch www.bag-coronavirus.ch

Für Personen ab 65 und alle mit einer Vorerkrankung gelten zusätzlich spezielle Empfehlungen:

  • Meiden Sie möglichst öffentliche Verkehrsmittel.
  • Kaufen Sie ausserhalb der Stosszeiten ein. Oder lassen Sie eine Freundin oder einen Nachbarn für Sie einkaufen.
  • Meiden Sie Orte mit vielen Menschen, beispielsweise Kinos, Konzerte, Sportveranstaltungen, Treffen in Gruppen.
  • Vermeiden Sie unnötige geschäftliche und private Treffen.
  • Reduzieren Sie Besuche in Altersheimen, Pflegeheimen und Spitälern auf ein Minimum.
  • Vermeiden Sie Kontakte mit erkrankten Personen.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Atembeschwerden, Husten oder Fieber haben. Rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Sagen Sie, dass Sie im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus anrufen und ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben. Beschreiben Sie Ihre Symptome.

Die aktuellen Empfehlungen für gefährdete Personen finden Sie hier. 

Hinweis Medikamente
Bei gewissen Herzmedikamenten wurden Bedenken geäussert, sie könnten eine bestehende Infektion mit dem Coronavirus verschlimmern. Dazu zählen ACE-Hemmer, Sartane und Mineralcorticoid-Rezeptor-Antagonisten. Sie werden insbesondere bei Bluthochdruck und Diabetes eingesetzt, aber auch bei anderen kardialen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz. Aktuell gibt es keine gesicherten Daten, die diese Bedenken bestätigen. Im Gegenteil gibt es solche, die darauf hindeuten, dass diese Medikamente den Krankheitsverlauf sogar positiv beeinflussen. Die derzeitige Empfehlung der Fachgesellschaft für Kardiologie lautet entsprechend, die Therapie mit diesen Medikamenten unbedingt weiterzuführen. Im Zweifelsfall soll der behandelnde Arzt kontaktiert werden.